Weniger fett, als in den letzten drei Jahren

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Es ist schon wieder ein paar Tage her, als ich hier in diesem Blog zuletzt in die Tasten schlug. Das Leben ist halt weniger aufregend als gedacht. Viel Arbeit – wie immer. Mein Projekt „20 Kilo Abnahme im Jahr 2015“ läuft natürlich noch. Es hat sich nicht viel getan seit meinem letzen Beitrag am 22. Februar, dennoch bin ich nicht unzufrieden.

Startete ich am 14. Februar mir 134 Kilo, so brachte ich heute morgen 126,4 Kilo auf die Waage. Drei Wochen also für den Verlust von 7,6 Kilo. Aber man muss das Ganze auch differenziert betrachten. Am 22. Februar wog ich 127,9 Kilo, ich habe also in knapp zwei Wochen 1,5 Kilo verloren.

Mag sich nicht viel anhören, doch habe ich mir halt das langsame Abnehmen auf die Fahnen geschrieben und maximal 500 Gramm pro Woche eingeplant, wenn es denn gut läuft. Schaffe ich dies, so habe ich Ende des Jahres mit Glück und Ausdauer mein Ziel erreicht. Aber ich will mich nicht hetzen und auch die schönen Tage genießen. An meinem Geburtstag (23.2) aß ich zum Beispiel leckeres, selbstgemachtes Chili – sicherlich mehr, als ich in Sachen Energie benötigt hätte.

Zudem war ich Anfang der Woche in Dortmund auf dem Geburtstag meines Patenonkels. Lecker Essen, lecker Kuchen und ein paar Bier gab es auch noch. Das sind so die Dinge die reinreißen. Aber ich mache mir da keine Gedanken – ist halt so. Ich habe genug Zeit, während ich normale Arbeitstage habe.

Hier gibt es dann eben andere Mahlzeiten als die, die ich früher einschmiss. Trotz Fruchtzucker-Blabla gibt es täglich Obst (Apfel, Banane…) und auch Gemüse steht täglich in verschiedenen Variationen auf dem Programm. Während ich bei Huhn in diversen Variationen gerne zu Reis als Beilage greife, reicht mir beim Rumpsteak die Beilage Zwiebel und Pilze.

Während ich früher anderes Fleisch in Mengen zu mir nahm, so gibt es jetzt nur ein Stück Fleisch – dafür eben ein ordentliches Rumpsteak. Herausforderungen werden sicher der morgige Tag, da geht es zum Apple Watch Event – und während der Tag oftmals schmal in Sachen Nahrung begangen wird, so wird es des Abends sicherlich Schlemmermöglichkeiten geben, die ich allerdings nicht ausfallen lassen werde – auch das Bier mit den Kollegen wird genossen. Bin gespannt, wie ich das mit der Abnahme auf der CeBIT hinbekomme, die Messe lockt mich für vier Tage nach Hannover und ich hoffe, dass ich nicht zu sehr über die Stränge schlage.

Ansonsten? 7,6 Kilo hören sich für einen normalgewichtigen Menschen natürlich viel an, in meinem Fall ist das aber Pillepalle. Das sind 5,67 Prozent des Gesamtgewichtes, welches ich vorher auf die Waage brachte und damit kann ich für mich festhalten: natürlich sieht man das nicht. Was ich bemerke, dass ist der etwas bequemere Sitz von Hosen und mancher Shirts. Und ja, auch mental machen sich ein paar Kilo immer gut, ich meine, dass ich eine etwas bessere Grundstimmung in Bezug auf die Ansicht meines Ichs habe.

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Ja, es ist noch ein verdammt langer Weg. Die letzten Kilo nahm ich über einen langen Zeitraum zu, die sind nun auch schnell wieder weg – spannend wird der Weg, der mich 2010 extrem schnell zunehmen ließ. Beispiel: ich nahm bislang 7,6 Kilo ab, erreiche so ein Gewicht, welches ich zuletzt im April 2012 auf die Waage brachte. In den zwei Jahren davor nahm ich aber 20 Kilo zu.

Ein paar Kilo sind schnell verloren – viele Kilos werden ein langer Weg – und das Halten ist wohl der Weg, den ich mein ganzes Leben lang gehen sollte. Dennoch – und das ist mein Credo – ich werde auf nichts verzichten. Wenn Freunde mich besuchen, dann wird gegrillt und es gibt Bier. Verzichten könnte ich nicht über einen langen Zeitraum – ich denke, dass wäre für mich kontraproduktiv. Abnehmen ohne Verzicht, gelegentliche Ausreißer erlaube ich mir einfach. Ich mache das für mich.

Für Menschen, die zum Übergewicht neigen (so wie ich, ich kämpfe fast mein ganzes Leben damit), ein schwerer, aber besserer Weg. Aber wer es schafft, 10 Jahre zu bloggen, der sollte auch in Sachen Nahrung konsequent sein können, oder?

17 Kommentare

  1. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Abnehmen, möchte aber kurz anmerken, dass es quasi unmöglich ist in 8 Tagen (14. – 22. Februar) 6,1kg FETT abzunehmen, dazu hättest du jeden Tag ca. 5400kcal einsparen müssen – und das bei nem Tagesbedarf von geschätzt ca 2.500kcal…
    Sprich: Du beginnst die Diät und verlierst hauptsächlich Wasser, die Fettzellen schrumpfen (größentechnisch, nicht die Anzahl), und sobald du dann wieder einige Tage wie zuvor isst, sind die ganzen Kilos wieder drauf.
    Ein guter Ansatz ist es jeden Tag ca. 70 – 80% des Tagesbedarfs zu sich zu nehmen, dann hungert der Körper auch nicht (wenn der Körper hungert, verwertet er die Nahrung noch effizienter und versucht noch stärker Fett anzulegen, vor allem nach dem Ende der Diät, siehe Jojo-Effekt).
    500 – 750gr pro Woche abnehmen ist ein vernünftiger Wert (und auch mit „richtiger“ Fettverbrennung erreichbar).

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  2. Hey Caschy,

    Ich drücke Dir auch weiterhin die Daumen. In meinen Augen hast Du den richtigen Weg – langsam aber konstant – gewählt.

    Vielen Dank für Deinen Blog. Auch wenn ich nicht seit Anbeginn mitlese, so bin ich froh daran teilhaben zu dürfen.

    Bleib wie Du bist!
    LG
    Maribel

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  3. Gerade die Psychologische Komponente ist extrem wichtig. Ich habe jetzt auch nach dem extrem wichtigen Sprung von 100 auf 99 die 98 erreicht und das fühlt sich direkt besser an. So eine 8 ist einfach angenehmer als die 9. Wir zeit das irgendwann ganz vorne eine 8 steht. Dann bin ich schon zufrieden.

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  4. Glückwunsch zu den ersten Kilos.
    Langsam abnehmen ist ja aus verschiedenen Gründen besser und verzichten sollte man auch nicht zwingend auf alles. Man sollte nur lernen wieviel von etwas für einen gut ist.
    ZB wenn man Heißhunger auf Schokolade hat reichen oftmals ein bis zwei Stückchen dennoch wird oft die ganze Tafel gegessen und danach fühlt man sich unwohl.

    Man sollte einfach lernen das richtige Maß für sich zu finden und wenn man mit weniger und gesünder essen klar kommt sollte man das machen, wenn man festere regeln braucht kann man auch andere Ernährungsformen testen. Man sollte aber immer bedenken. Diäten bringen nichts nur ernährungsumstellungen sind auf Dauer erfolgreich.

    Wir haben Anfang Januar mit lchf angefangen. Weil wir UBS darauf hin aber ein wenig angegiftet haben, haben wir nun dieses Experiment abgebrochen.
    Dafür versuchen wir jetzt so viel wie möglich selbst zu kochen und uns gesunder zu ernähren.
    Sollte ich durch die Kohlenhydrate aber wieder vermehrt Verdauungsbeschwerden bekommen wählen wir doch wieder eine LC Ernährung, denn dann geht es nicht ums abnehmen sondern um die Gesundheit.

    Für dich auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg und kein stress vor allem nicht wegen der Ernährung. Stress ist gift und macht dick. Iss was dir schmeckt und gut tut und genieße dein essen vor allem. Dann isst man tendenziell auch weniger und besser.

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  5. Ich weiß ja nicht, wo du in Hannover wohnen wirst, während der Cebit, aber als Restaurant-Tipps folgende: Globetrotter am Aegie für absolut Hammer-Rippchen; das Hiller, als absolutes Gegenteil, für leckere vegane Ernährung; das Ocean-City, chinesisches Buffet. Da hast du jeden Abend ein Ziel 😉

    Kann man dich in Hannover eigentlich irgendwo, ausser auf der Cebit, treffen?

    Und: langsames Abnehmen klappt bestens. Eigene Erfahrung. Alles Gute dafür 🙂

    Grüsse, Mazor

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  6. Hallo Caschy,

    ich kann Deinen Weg genau nachvollziehen. Ich habe vor einigen Jahren von 160+ KG auf ungefähr 110 KG (mein Wohlfühlgewicht) abgenommen und halte es seitdem mehr oder weniger. Eine Empfehlung von mir: baue Dir einen Cheatday pro Woche ein. An den anderen Tagen esse, was Dir schmeckt und was Dir gut tut. Obst und Gemüse in allen Ehren, aber das liegt nicht jedem Organismus. Wenn ich zuviel davon esse, geht es mir schlecht und ich entwickle Heißhungerattacken.

    Ich kann Dir gerne mal das (eBook) meiner Frau zuschicken, darin erklärt sie die Geheimnisse der Schlanken, die sich bekanntlicher Maßen nichts verbieten.

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  7. Hallo Caschy, ich finde Deinen ersten Erfolg schon mal beachtlich. Man darf ja nicht vergessen das es auch eine Weile gedauert hat bis das Ergebnis so war wie es vor ein paar Wochen noch war. Ich denke im wesentlichen ist es das „Maß“…, eben nicht zwei Steaks auch wenn man es schafft, sondern eines und das wenn möglich in einer Top Qualität, denn dann ist jeder Bissen ein Genuß.

    Beste Grüße

    Ecki

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  8. Hi Carsten,

    hast du in deinen Überlegungen auch Sport in einer dir angenehmen Art und Weise mit eingeplant? Ih persönlich kann Walking für der Anfang absolut empfehlen. Täglich 1 Stunde oder so bewirkt Wunder.

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  9. Servus Carsten, ich habe seit August von 92 auf 78 kg abgespeckt. Ganz wichtig war für mich, bzw. uns, strikt auf die Ernährung zu achten (WW), aber ebenso darauf zu achten das man sich nicht alles versagt. Also genau wie du es machst, auf Feiern und auch am Wochenende genießen und auch mal was gönnen. Wenn man sich zu sehr quält, verliert man die Lust und die Motivation. Also weiter so, du bist sicher auf dem richtigen Weg.

    Viele Grüße
    Dennis

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  10. Abnehmen auf Messen ist gar nicht mal so schwer – einfach den Terminplan so legen, dass die Wege zu Fuß gegangen werden können und sich schwören auf keine Angenehmlichkeiten wie die Messeshuttles oder das Pressetaxi einzugehen… Dann rennste wie nen Wilder an einem Tag, bist normalerweise nicht am Schwitzen und hast hinterher ordentlich was an Strecke zurückgelegt…

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  11. Moin Cashy,

    kann mich noch an deine damalige Abnahme erinnern. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen. Deine Ansätze sind gut, das zeigen ja auch die ersten Kilos. Du weißt, wie der Hase läuft, hast es ja schon mal geschafft. Aber gerade ich weiß, dass es trotzdem anders verlaufen kann. Bleib am Ball, du weißt, dass es sich lohnt !! Ich beobachte dich weiter 😉

    Gruß,
    der Rio

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