Sommer, Sonne und Sonnenschein

Herrlich. Die Sonne lässt sich wieder häufiger blicken. Macht Laune. Macht mir bessere Laune. Lockt mich auch aus meinem Arbeitszimmer. Holt mich an Wochenenden raus ans Wasser. Max schnappen, ab in die City, ab mit dem kleinen Mann an den Deich.

cof

Max ist fast 27 Monate alt und hat viel zu entdecken, aber auch viel zu erzählen. Ich möchte ihm viel zeigen von diesem „Draußen“. Klappt nicht immer, aber immer besser. Es macht einfach mehr Spaß, wenn er dabei ist. Er sieht die Welt mit anderen Augen und zwingt mich, sie auch mal wieder genauer zu betrachten.

cof

Er hat andere Prioritäten als ich – er sorgt aber auch dafür, dass ich mehr abschalten kann. Abschalten mit Max. Spazieren am Deich. Sandburgen bauen. Ihm zum 50sten Mal das gleiche Buch vorlesen oder mit ihm Obstgarten oder das Affenspiel spielen.

sdr

Max krempelt unser Leben auf links, aber ich liebe dieses Leben. Spießig im eigenen Garten sitzen, grillen und mit Max spielen? Nicht spießig, sondern ein Leben, welches ich immer wollte. Eines welches mich erfüllt, welches mich glücklich macht. Einfach mal sagen, dass man glücklich ist.

cof

Fällt heute vielen schwer. Menschen sehen lieber Probleme und Ängste, vergessen ihr eigenes Glück. Ja, ich arbeite viel. Ja, ich habe wenig Zeit. Ja, ich lebe am Arsch der Welt und selbst Bahnreisen zum Flughafen Hamburg kostet mich pro Tour immer drei separate Stunden und wenn ich ab Bremen fliege, dann habe ich meistens kack Umwege und keine Direktflüge.

sdr

Mal eben zum Fußball nach Dortmund? Kaum möglich von hier, ohne gleich zwei Tage Abwesenheit einzuplanen. Abends mal kurz weggehen? Ebenfalls unmöglich, da meine Freunde nicht hier wohnen, es hier nichts gibt, was einen Besuch lohnen würde und da war ja auch noch die knappe Zeit.

cof

Doch ja, ich bin derzeit glücklich. Ein perfektes Glück wird es nie geben, doch ich kann sagen: es geht mir gut. Ich wohne am Arsch der Welt in einem Häuschen mit Garten, habe meine Arbeit, kann meine Familie ernähren und habe noch genug Dinge, die ich erreichen und erledigen will.

cof

Ich habe mehr geschafft als es jemals den Anschein gehabt hätte, schaue ich mir meine Vita an. Ich blicke gerne in mein Glück – wobei ich „mein“ Glück nicht wie das Glück eines Lottogewinners ansehe, sondern ein Glück, welches durch viel Arbeit Einzug hielt. Immer nur meckern bringt nichts, man darf auch einfach mal glücklich oder zufrieden sein.

3 Kommentare

  1. Schön geschrieben. Ganz nach dem Motto von Herr Rossi. Man sucht das Glück in der weiten Welt und doch ist es eigentlich ganz nah.
    Es freut mich, dass du es gefundn hast. Ich wünsche dir und deiner Familie das es lange lange anhält.

    Massimo

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  2. „Immer nur meckern bringt nichts…“ schreibst du, schreibst aber auch, dass du am Arsch der Welt lebst und es hier nichts gibt, was einen Besuch lohnen würde. Okay, darüber kann man streiten, aber wenn ich die Fotos sehe, die teilweise direkt vor meiner Haustür entstanden sind, dann muss ich sagen, dass es meiner Meinung nach hier doch Orte gibt, die einen Besuch lohnen würden.
    Es ist hier zwar nicht Hamburg, Dortmund oder Berlin, aber wenn man, gerade so wie du ja geschrieben hast, den Blickwinkel ändert und überlegt, wie glücklich man eigentlich ist, so ist der Besuch abends mit der Partnerin in der Lieblingskneipe mit Livemusik, im Theater, im Pferdestall, im Capitol, im Tif oder -als wenn man gerade neu verliebt ist- beim Sonnenuntergang am Deich etwas was sich doch lohnen würde. Nicht weil es so großartig ist, sondern weil man es zu etwas Großartigem machen kann, nur alleine durch die passende Denke.

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