Kleine Momente

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Jeder hat seinen Rucksack zu tragen. Auch ich. Es gibt Dinge, die stören mich – einige belasten mich. Gegen einige Dinge kann und muss ich selber etwas tun, gegen andere kann ich leider nichts machen. Und deshalb schaue ich manchmal in bestimmten Momenten auf eine Situation und denke „Das muss wohl dieses Glück sein, von dem alle sprechen“. Bei mir ist es oft Max. Wenn ich ihn lachen und glücklich sehe, dann macht mich das auch glücklich. Und wenn ich sehe, wie glücklich er auch mit Opa und Oma ist, dann macht mich das auch glücklich. Er hat eine echte Familie. Etwas, was ich so nicht hatte. Nichts, was mich belastet – ist halt so. Aber es freut mich für Max, dass bislang alles für ihn glatt läuft.

Schön. Aber auch traurig.

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Max lacht. Max tobt. Max macht Quatsch. Er wächst immer mehr, erlernt immer mehr Wörter, macht immer mehr Unsinn und entdeckt die Welt. Ich genieße wirklich jede einzelne Sekunde, könnte stundenlang mit ihm kuscheln, toben und lachen. Dieses grundehrliche, neugierige Kindsein. Diese unendliche Liebe, die er uns zeigt. Und dennoch sitze ich manchmal da, lache mit ihm und habe Tränen in den Augen. Diese Zeit, die ich so genieße, wird irgendwann nicht mehr sein. Er wird wachsen, die Welt mit anderen Augen sehen. Wahrscheinlich wird er auch alles vergessen haben, was wir in den letzten fast zwei Jahren so trieben. Das macht mich wirklich traurig. Schwer zu erklären…

Das Ende (von 2015) naht

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Noch ein knapper Monat, dann habe ich auch dieses Jahr hinter mich gebracht. Gewichtstechnisch ein positives, da negativ. Einige Kilos abgenommen, in den letzten Wochen aber auch wieder einige draufgepackt. Dennoch stehen 20 Kilo Abnahme auf der Uhr. Die letzten Wochen waren nichts für mich. Es wurde früh dunkel, irgendwie animierte dies mich, die Zügel schleifen zu lassen. Weiterlesen →

Leben und Sterben in der Filterbubble

Das Spiel Deutschland gegen die Niederlande wird abgesagt. Die Absage ein Ereignis. Schon kommt der Stein ins Rollen – und es ist bei jedem fucking Ereignis der gleiche Werdegang. Tweets kommen in Massen. Spekulationen. Halbwissen. Schlechte Witze. Die kommen nicht nur einmal von zig Leuten, sondern x Mal. Ergebnis: Eine Person kann unter Umständen zum Thema zig verschiedene Meinungen und schlechte Tweets im Sekundentakt bekommen. Was kann die Folge sein? Genervtheit ob des Themas – und vielleicht sogar Desinteresse an einem wichtigen Thema. Genervte Person setzt also weiteren Tweet ab, um Genervtheit zum wichtigen Thema kundzutun.

Ein Kreislauf. Ein beschissener, von dem ich mich nicht einmal ausnehme. Wenn ich 200 Leuten folge und alle setzen einen Tweet zum Thema ab, dann ist das nicht viel – in der Masse als das, was bei mir ankommt, aber eben doch. Das ist aber nicht das Problem der von mir gefolgten Personen. Sondern nur das Problem einer Person: der meinen. In diesem Sinne: ich versuche mal die Genervtheit abzulegen, wenn mich ein Thema bombadiert. Sollten wir alle vielleicht mal versuchen. Wir sind die Generation, die diese neue Art der Kommunikation lernen muss. Ein Davor gab es nicht – es gibt aber ein „nach uns“.

Leben. Lassen.

Jeden Tag sterben Menschen. Irgendwo auf der Welt. Von alleine. Oder eben, weil sie ermordet werden. Medial bekommen wir das mal mehr, mal weniger mit. Wenn der Tod zum Alltag wird, wenden sich die Medien aber oft ab. Wie die Heuschrecken sind sie aber da, wenn es etwas Neues zu beklagen gibt. Langweilig mag der tägliche Terror in Syrien oder dem Libanon wirken. Medial beachtet wird dann wiederum Paris. Und ja, die Menschen solidarisieren sich mit den Menschen und Opfern in Paris. Weil sie medial wirklich alles klitzeklein serviert bekommen. Heiß und fettig.

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Man stirbt nicht, wenn man in den Herzen der Menschen weiterlebt, die man verläßt

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1977 wurde ich geboren. Im kalten Februar. Meinen Erzeuger habe ich nie kennengelernt, nach späteren Aussagen meiner Mutter verstarb er während ihrer Schwangerschaft. Dennoch heiratete sie früh nach meiner Geburt. Hans, mittlerweile auch schon ein paar Jahre tot, war nicht mein Vater. Seine Mutter – meine „Oma“ – wurde zu allem, was ich heute rückblickend als grundsätzlich positiv in meinem Leben bezeichnen würde. Weiterlesen →

Herbst-Feelings

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Herbst. Arschloch-Jahreszeit. Hätte nie gedacht, dass ich das sage: ich bin wohl mehr der Frühlings- und Sommer-Typ. Lange nichts mehr von mir hören lassen. Irgendetwas ist ja immer. Was macht das Abnehmen eigentlich? Nichts – was auch mit der Jahreszeit zu tun hat. Die Frau zaubert in ihrem Thermomix tolle Sache, dazu gibt es auch noch fantastisches Kürbisbrot. Und so schwanke ich so um 3 Kilo über meinem letzten Tiefstand. Nun ja, kann ich mit leben. Weiterlesen →

Frag häufiger „Wie geht es dir?“

Es ist schon ein komisches Gefühl, vom Tod eines Menschen zu erfahren. Ich kannte sie, seit ich 14 war. Wir waren in einer Jugendclique, die viel miteinander unternahm, die sich fast täglich traf. Der Club derer, der Zuhause eh nie vermisst wurden. Die komischen Typen, die Außenseiter. Das Gemeinsame machte uns stark, verband uns – ließ uns das Beste aus der Situation machen. Wie das in der Jugend oftmals so ist, verlor man sich irgendwann aus den Augen. Ich zog weg, glaube heute, alles richtig gemacht zu haben. Das Verlieren macht nichts, das Leben bietet einfach viel, Menschen kommen, Menschen gehen. Irgendwann 2013  mal die Freundschaftsanfrage bei Facebook.

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Langsam bergauf

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Mensch, einen Monat nichts gebloggt. Was war bloß los? Wer mir auf Facebook oder Twitter folgt, wird es vielleicht mitbekommen haben. Nach meiner ersten Operation war erst einmal Ruhe. Mit lieben Freunden, meiner Frau und Max schön nach Emmen in den Zoo gefahren. Alles war eigentlich gut – dachte ich. Ich wurde immer müder, hatte Fieber, fühlte mich matt und lag nur rum. Super nervig, wenn man in den Niederlanden ist und man einfach nur eine schöne Zeit haben will. Montags zum Arzt gegangen.

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25: aus alt mach neu

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Lange nichts voneinander gehört, nicht wahr? Tja, woran hat es gelegen? Ich lag im Krankenhaus. Unschöne Geschichte, aus eigener Dummheit geboren. In ausreichender Länge gibt es die komplette Geschichte in meinem Hauptblog. Die Story verirrte sich dorthin, weil ich immer noch für Menschen als schlechtes Beispiel dienen kann. Überraschend die Kommentare, viele sind da doch wie ich die Drückeberger in Sachen Arztbesuch.

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