Leben und Sterben in der Filterbubble

Das Spiel Deutschland gegen die Niederlande wird abgesagt. Die Absage ein Ereignis. Schon kommt der Stein ins Rollen – und es ist bei jedem fucking Ereignis der gleiche Werdegang. Tweets kommen in Massen. Spekulationen. Halbwissen. Schlechte Witze. Die kommen nicht nur einmal von zig Leuten, sondern x Mal. Ergebnis: Eine Person kann unter Umständen zum Thema zig verschiedene Meinungen und schlechte Tweets im Sekundentakt bekommen. Was kann die Folge sein? Genervtheit ob des Themas – und vielleicht sogar Desinteresse an einem wichtigen Thema. Genervte Person setzt also weiteren Tweet ab, um Genervtheit zum wichtigen Thema kundzutun.

Ein Kreislauf. Ein beschissener, von dem ich mich nicht einmal ausnehme. Wenn ich 200 Leuten folge und alle setzen einen Tweet zum Thema ab, dann ist das nicht viel – in der Masse als das, was bei mir ankommt, aber eben doch. Das ist aber nicht das Problem der von mir gefolgten Personen. Sondern nur das Problem einer Person: der meinen. In diesem Sinne: ich versuche mal die Genervtheit abzulegen, wenn mich ein Thema bombadiert. Sollten wir alle vielleicht mal versuchen. Wir sind die Generation, die diese neue Art der Kommunikation lernen muss. Ein Davor gab es nicht – es gibt aber ein „nach uns“.

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