Leben. Lassen.

Jeden Tag sterben Menschen. Irgendwo auf der Welt. Von alleine. Oder eben, weil sie ermordet werden. Medial bekommen wir das mal mehr, mal weniger mit. Wenn der Tod zum Alltag wird, wenden sich die Medien aber oft ab. Wie die Heuschrecken sind sie aber da, wenn es etwas Neues zu beklagen gibt. Langweilig mag der tägliche Terror in Syrien oder dem Libanon wirken. Medial beachtet wird dann wiederum Paris. Und ja, die Menschen solidarisieren sich mit den Menschen und Opfern in Paris. Weil sie medial wirklich alles klitzeklein serviert bekommen. Heiß und fettig.

„Weil die Täter „Allahu Akbar“ schreien, heißt es nicht, dass sie für die Muslime stehen. Pegida schreit ja schließlich auch „Wir sind das Volk.““. (an diversen Orten im Netz gelesen)

Der Tod ist nebenan, der Tod ist greifbar. Menschen solidarisieren sich also. Färben ihr Profilbild ein. „Was bringt das?“ fragt mancher Nutzer und macht sich über die lustig, die sich solidarisieren und dies mit ihrem Profilbild machen. „Warum keine Syrien-Flagge?“ fragt dann ein anderer. „Auch dort gibt es Elend und keinen interessiert es“. Manchmal frage ich mich, was für Arschlöcher unterwegs sind. Einer, der seine Solidarität (sofern er eine hat) nicht mit einem Bild ausdrückt, will einem anderem mit „Solidaritätsbild“ also etwas absprechen? Was zum Teufel….

Genau so kacke sind die Menschen, die Opferzahlen miteinander vergleichen. Oder erwähnen, dass bei Attentat XYZ so und so viele Deutsche unter den Opfern waren.  Jeder Tote ist einer zu viel. Und jeder soll sich solidarisieren, wie er will. NIEMAND hat das Recht einem anderen Menschen zu sagen, wie er seine Solidarität zu visualisieren hat. Leben. Lassen. Und vielleicht einfach mal die Fresse halten. Schrieb ich auch:

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