Herbst-Feelings

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Herbst. Arschloch-Jahreszeit. Hätte nie gedacht, dass ich das sage: ich bin wohl mehr der Frühlings- und Sommer-Typ. Lange nichts mehr von mir hören lassen. Irgendetwas ist ja immer. Was macht das Abnehmen eigentlich? Nichts – was auch mit der Jahreszeit zu tun hat. Die Frau zaubert in ihrem Thermomix tolle Sache, dazu gibt es auch noch fantastisches Kürbisbrot. Und so schwanke ich so um 3 Kilo über meinem letzten Tiefstand. Nun ja, kann ich mit leben.

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Meine alte Hose passt immer noch, eines meiner alten Hemden ebenfalls – ich wiege halt über 22 Kilo weniger als im Februar. Nur mit den 30 Kilo dieses Jahr wird es  nichts mehr. Muss ich durch, kann ich mit leben. Nur mein langfristiges Ziel, das möchte ich nicht aus den Augen verlieren, ich darf mich da nicht gehen lassen – und die Gewichtsstatistiken der letzten Jahre zeigen: ich bin da ein Kandidat.

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Für mich selber könnte das Jahr schon vorbei sein – und mit dem Frühling neu starten. Neues Jahr, neues Glück – wobei ich auf Kram wie „Vorsätze“ zum neuen Jahr echt nichts gebe. Man kann jeden Tag mit seinen Vorsätzen beginnen – doch gerade ich weiss, wie bequem ein Schweinehund sein kann. Das Jahr war spannend für mich. Ich arbeite zuhause und sehe meinen Sohn größer werden.

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Tag für Tag kann er mehr und er lässt mich an seinem Leben teilhaben. Der kleine Max ist für mich – neben meiner Frau – das absolut Wichtigste in meinem Leben, ohne Ausnahme. Es gibt Situationen, die kann ich gar nicht so in Worte fassen – es gibt so viele Dinge, wo er mich einfach zu Tränen rührt – jeder Elternteil wird diese Momente kennen. Ich bin einfach dankbar, dass er pfiffig und aufgeweckt ist – und gesund.

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Wenn Max mir seine Eisenbahn oder anderes zeigen will, dann wird die Arbeit Nebensache. Das klappt bislang ganz gut. Ich arbeite viel, will aber dennoch dass er weiss, dass ich immer für ihn da bin, immer ein Ohr und ein Auge habe. Er wächst ganz anders auf, als es bei mir der Fall war. Das ist gut für ihn. Ich hoffe nur, dass ich ihm Dinge mit auf den Weg geben kann, die ich aufgrund meiner Kindheit und Jugend lernte, denn nicht alles war schlecht – letzten Endes (er)lernte ich gewisse Dinge, die sich im Leben als nützlich erwiesen.

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Dankbarkeit, Empathie und Demut auch bei Erfolgen sind für mich persönlich Dinge, die ich als wichtig erachte – aber letzten Endes wird er sein Ding schon gut machen, denke ich.

Tja, auch das berufliche Jahr ist gefühlt schon um. Es war nicht erfolgreicher als das vergangene, ausser in den Besucherzahlen, da haben wir uns verbessert. Ich konnte auch Verstärkung für unser Blog gewinnen, was dafür sorgt, dass ich wieder etwas anders schreiben kann. Ich habe weniger Zeitdruck und kann das machen, was mir Spaß macht – Dinge ausprobieren und meine Meinung zum Besten geben.

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Was sich ebenfalls nicht verändert hat, sind die Arschlöcher und Trolle, die man sich so eingetreten hat. Gute Meinungen sind grundsätzlich gekauft (egal welche Firma, der Blogger ist ja IMMER und GRUNDSÄTZLICH gekauft) und letzten Endes ist der Schreiber ein Idiot. Natürlich immer anonym, manchmal mit mehreren Namen, zu doof die IP zu verschleiern. Ja, ich würde manchen Leuten wirklich mal gerne auf das Maul hauen.

In über 10 Jahren musste ich erst einmal „eingreifen“, als jemand der Meinung war, mich als Hurensohn zu titulieren. Hat die Person mit eingeloggtem Facebook-Konto kommentiert. Habe mich nicht lange geärgert und das Ganze zu einem Anwalt gegeben. Wohlgemerkt keine Abmahnung, kein Unterlassungsgedöns – nur eine Aufforderung, dies doch in Zukunft zu unterlassen. Kostenmäßig zu meinen eigenen Lasten. Verrückt – oder? Ich bin nicht Arschloch genug….

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Ja, der Ton ist rauer geworden, schade eigentlich. Menschen können offenbar oft nicht mehr mit offenem Visier kritisieren. Stattdessen verschanzt man sich hinter einem VPN. Und wenn man dann Arschloch-Kommentare löscht, wird Zensur gerufen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Menschen erfahren, was Zensur ist…

Privat sind die Wochenenden ruhiger geworden. Dieses Jahr hat sich herauskristallisiert, dass Menschen von denen ich meinte in ihnen Freunde bis zum Lebensende gefunden zu haben, doch wohl nicht die richtigen waren. Doch alles hat auch positive Seiten. Ich muss mir nichts vorwerfen und muss mir nichts nachsagen lassen. Außerdem hab ich nun mehr Zeit für andere Menschen, für die ich vielleicht vorher leider nicht so viel Zeit hatte. So isses halt. Und ich mache mir da wirklich null Gedanken drüber. Arschlecken und weiter geht es.

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Und wie geht das Jahr nun weiter? Die Gesundheit ist wiederhergestellt, alles bleibt also beim alten. Viel arbeiten und noch einmal in zweieinhalb Wochen nach Dortmund, zum Derby. Fußball schauen und es mit Kollegen krachen lassen – sofern alles glatt geht. Zwischendrin hoffe ich, dass ich wieder Zeit für Freunde finde und natürlich sollen Frau und Max noch etwas von mir haben… Ansonsten sollte das Jahr nicht wirklich mehr besonders spektakulär werden, denke ich…

6 Kommentare

  1. Sehr schön! Freut mich zu hören, dass es dir wieder besser geht. Und auch wenn wir uns nicht persönlich sondern durch Twitter und Mails kennen, habe ich natürlich mit Dir und deiner Familie in der schweren Zeit mitgelitten… Schön, dass Max und Nadine wieder den gesunden Carsten um sich herum haben! Wünsche weiter nur das Beste!

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  2. Tach auch,

    der Zwerg fährt also auch auf das Kikaninchen ab. Die Eltern nervt es ja, dieses blaue Kaninchen. Wo uns doch die Matrix lehrt, auf das weiße Kaninchen Acht zu geben.
    Das ist ein sehr lesenswerter, persönlicher Artikel. Ich finde es gut, dass du wieder aufm Damm bist und dein Ding wieder machst. Daran wird sich dein Sohn orientieren.
    Und das mit den Trollen und den Witzbolden, die uns Scheinchen in die dicken Hintern hinein orakeln, das hat wohl jeder schon erlebt. Ich auch.
    Ansonsten: Bleib wie du bist. Man liest dich eben gern. Vor allem auch wegen solcher Artikel.

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  3. Hallo Caschy,

    schön geschrieben. Ich freue mich immer wieder, wenn Nerds auch über den einfachen Alltag und sich selbst als Menschen wie du und ich schreiben können.

    Von Deinem Gewicht könntest Du mir gut und gerne 15 kg schenken, weil ich mich mit 184 cm auf 62 kg zwar wohl fühler, es aber ruhig „ein wenig Mehr“ sein darf.

    Besten Gruß
    von Gerhard

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  4. Respekt Carsten…ich wäre über 22kg froh 😉

    Ich musst jetzt mal in deinen „privaten“ Blog und dir Danke sagen.
    Du hast mich öfters zum „denken“ angeregt und technisch „verführt“ …grins…

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