Fünfzehn

Bildschirmfoto 2015-04-17 um 21.03.11

Nein, unzufrieden mit meinen bisherigen Ergebnissen bin ich nicht. Heute habe ich einen kleinen Punkt erreicht, auf den ich ein bisschen stolz bin (wirklich nur ein bisschen!). Die ersten 15 Kilo sind runter. 135,2 Kilo brachte ich am 11. Januar 2015 auf die Waage, bevor ich nach meinem Urlaub Mitte Februar die Reissleine riss. Heute morgen standen genau 120 Kilo auf der Waage.

Eigentlich wollte ich dieses Jahr „lediglich“ 20 Kilo abnehmen, ich darf die Waage aber hoffentlich weiter nach unten korrigieren. Was bedeuten 15 Kilo eigentlich? Im konkreten Fall konnte ich eine Menge Shirts aussortieren – und die Jeans sitzen locker, sind aber noch tragbar. Die, die ne Nummer zu klein waren, passen endlich wieder – wie auch die alten Shirts. Hab zum Glück alles aufbewahrt und habe in die nächsten 20 Kilo abwärts noch jede Menge Klamotten.

Tja, aber sonst? Ich selber sehe das nicht so, merke das nur an den Klamotten. Naja, die Pocke ist kleiner, das Gesicht nicht mehr so fett. Man muss Realist bleiben. Ob 135 Kilo oder 120 Kilo – man ist fett. Ist einfach so. Das sieht einfach scheiße aus und man fühlt sich unwohl. Trotz des Erfolges – 120 Kilo ist immer noch viel zu viel, sodass ich eigentlich sagen muss: gib mal die nächsten 20 Kilo Gas.

Interessanterweise esse ich weniger Brot und Wurst, mehr Obst und Salat – und es macht mir nichts aus. Liegt wohl daran, dass ich mir ab und an ein leckeres Rumpsteak auf den Grill werfe und meine Mahlzeiten generell mehr genieße und bewusst erlebe. Regelmäßigkeit ist auch so ein Thema. War früher die Uhrzeit egal, so merke ich nun mittags, wenn ich mein Obst essen sollte. Nicht fressen aus Langeweile – sondern einfach, weil man Hunger hat.

Es ist schon komisch. Eigentlich sollte man sich richtig über das Erreichte freuen – aber insgeheim ärgert man sich als Übergewichtiger schon, dass man es überhaupt so weit kommen ließ, dass man sich so hat gehen lassen. Man schaut sich Fotos an, auf denen man 20 Kilo leichter ist und denkt sich…“Puh, mal wieder dahin kommen“. Ist halt eine ganz andere Lebensqualität. Naja, die ersten Schritte sind ja getan. Nein, ich darf wohl nicht davon sprechen, dass 20 Kilo im Jahr 2015 das Ziel sind. Das neue Ziel dürfte einfach Gesundheit heißen. Gesünder leben. Gesund abnehmen – und langsam wieder in Bereiche kommen, in denen man nicht als fett gilt. Bereiche, in denen man zu sich selbst sagt: „Jau, so passt das“.

12 Kommentare

  1. Sehr gut gemacht! Dein Ziel ist genau das richtige um den Jojo Effekt nicht eintreten zu lassen. Ich drücke Dir auch weiter die Daumen.

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  2. Es freut mich zu hören, daß Du Deinem Ziel wieder ein Schritt näher gekommen bist. Mir gefällt Deine Einstellung, die würde vielen in ähnlicher Situation sicher weiter helfen. Ich drücke Dir auch weiterhin die Daumen!

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  3. Glückwunsch Caschy und bitte weiter so! Optisch ist es immer so eine Sache für sich (Wohlfühlgewicht), aber gesundheitlich ist es natürlich sehr bedenklich wenn man ohne große Sorgen älter werden möchte. Aber das weisst Du sicherlich spätestens seit dem Krankenkassenwechsel.

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  4. Überlege dir mal wie viel 15 kg sind! Das sind zB. 60 x 250 gr. Butter! Was du bis jetzt schon geschafft hast ist gewaltig. Mach langsam aber dafür stetig und dauerhaft. Drucke beide Daumen.

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  5. Guten Morgen! Ich verfolge deine persönliche Story auf diesem Blog jetzt schon eine Weile, aber heute dachte ich mir, ich muss dir einfach schreiben: Du machst das genau richtig. So ähnlich erlebe ich das gerade bei meiner Schwester hautnah mit, und du bist auf genau dem richtigen Weg. Ich wünsche dir ganz viel Kraft, auf dass dir der Weg zu deinem Wunsch-/Wohlfühlgewicht immer leichter fällt – und ich denke ich spreche für den Großteil deiner Leser, wenn ich dir sage, dass wir hinter dir stehen. Du packst das! 🙂

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  6. 15kg sind etwas, da kann man schon richtig stolz drauf sein. Vor allem sieht man, dass du eine schön motivierende, nicht ungesund stark abfallende Kurve hast. Geiles Gefühl, oder?
    Ich selbst bin jetzt schon 10 Kilo los. Gestartet bei 93. Da ist man nicht richtig dick, aber man hat immer diese Wampe vor sich und fühlt sich immer so. Außerdem hat mich dann irgendwann mein Arzt gebeten, vor dem Bluttest nicht mehr zu saufen wie ein Loch. Das ganze Fett in meiner Nahrung hatte also schon die Leber gut angegriffen.
    Schwierig für mich, dass ich lernen musste, aber auch mal manche Momente zu genießen. Gerade wenn man mal mit Freunden weg ist und immer die Gewichtskurve im Hinterkopf hast, das kann dir echt die Stimmung vermiesen. Alle hauen sich das Schnitzel rein und du greifst doch zum Salat. Hier muss man seine Balance finden.

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  7. Hey Carsten!

    Ich habs gewusst! Du bist auf dem besten Weg! Ich hab drüben auf Stadt Bremerhaven dein neues Foto mit der roten Jacke gesehen und habe mir gedacht: Wow, du hast abgenommen! Hier les ich jetzt den Beweis: 15 kg! Ich gratuliere!

    LG Benny

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