Leben und Sterben in der Filterbubble

Das Spiel Deutschland gegen die Niederlande wird abgesagt. Die Absage ein Ereignis. Schon kommt der Stein ins Rollen – und es ist bei jedem fucking Ereignis der gleiche Werdegang. Tweets kommen in Massen. Spekulationen. Halbwissen. Schlechte Witze. Die kommen nicht nur einmal von zig Leuten, sondern x Mal. Ergebnis: Eine Person kann unter Umständen zum Thema zig verschiedene Meinungen und schlechte Tweets im Sekundentakt bekommen. Was kann die Folge sein? Genervtheit ob des Themas – und vielleicht sogar Desinteresse an einem wichtigen Thema. Genervte Person setzt also weiteren Tweet ab, um Genervtheit zum wichtigen Thema kundzutun.

Ein Kreislauf. Ein beschissener, von dem ich mich nicht einmal ausnehme. Wenn ich 200 Leuten folge und alle setzen einen Tweet zum Thema ab, dann ist das nicht viel – in der Masse als das, was bei mir ankommt, aber eben doch. Das ist aber nicht das Problem der von mir gefolgten Personen. Sondern nur das Problem einer Person: der meinen. In diesem Sinne: ich versuche mal die Genervtheit abzulegen, wenn mich ein Thema bombadiert. Sollten wir alle vielleicht mal versuchen. Wir sind die Generation, die diese neue Art der Kommunikation lernen muss. Ein Davor gab es nicht – es gibt aber ein „nach uns“.

Leben. Lassen.

Jeden Tag sterben Menschen. Irgendwo auf der Welt. Von alleine. Oder eben, weil sie ermordet werden. Medial bekommen wir das mal mehr, mal weniger mit. Wenn der Tod zum Alltag wird, wenden sich die Medien aber oft ab. Wie die Heuschrecken sind sie aber da, wenn es etwas Neues zu beklagen gibt. Langweilig mag der tägliche Terror in Syrien oder dem Libanon wirken. Medial beachtet wird dann wiederum Paris. Und ja, die Menschen solidarisieren sich mit den Menschen und Opfern in Paris. Weil sie medial wirklich alles klitzeklein serviert bekommen. Heiß und fettig.

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Herbst-Feelings

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Herbst. Arschloch-Jahreszeit. Hätte nie gedacht, dass ich das sage: ich bin wohl mehr der Frühlings- und Sommer-Typ. Lange nichts mehr von mir hören lassen. Irgendetwas ist ja immer. Was macht das Abnehmen eigentlich? Nichts – was auch mit der Jahreszeit zu tun hat. Die Frau zaubert in ihrem Thermomix tolle Sache, dazu gibt es auch noch fantastisches Kürbisbrot. Und so schwanke ich so um 3 Kilo über meinem letzten Tiefstand. Nun ja, kann ich mit leben. Weiterlesen →

Auf und Ab – Feiertach

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Es ist ein Auf und Ab mit den Kilos, das kann ich euch sagen. Vor dem letzten Wochenende noch durchaus euphorisch, weil noch etwas abgenommen und schmale 122,5 Kilo auf der Waage. Neuer Tiefstand seit langem, minus 12,5 Kilo. Dann aber kam das Wochenende. Wie ich bereits schrieb: ich nehme alles mit was kommt. Nach vielen Jahren einen alten Freund getroffen.

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Facetime mit Max

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Frankfurt. Airport Hotel. Doppelzimmer mit Casi. Einen Tag meine beiden Lieben nicht gesehen und schon ist das Vermissen groß. Eben das erst Mal Facetime mit Max. Ich bin dankbar für diese Technologien. Mal eben über große Entfernungen von Angesicht zu Angesicht lachen. Sprechen tut Max mit seinen knapp über 11 Monaten ja nicht. Unkoordiniert „Papa“ und „Mama“ funktioniert aber. Sein Lächeln ist eine Streicheleinheit für die Seele. Und auch wenn ich weiss, dass er sich später an nichts erinnern wird: ich hoffe er spürt, was er mir bedeutet und wie sehr ich ihn an Tagen vermisst habe, an denen ich nicht da sein konnte. Naja, die Woche wird auch umgehen. Gleich einchecken und morgen in den Flieger. Langer Flug ist lang. Naja, Hörspiele sind dabei – aber auch Captain Future und Die dreibeinigen Herrscher. Vielleicht schaue ich da mal wieder rein.