Nie geht man so ganz

Es ist komisch. Viele Jahre bin ich nun aus der Heimat weg, aus meiner Geburtsstadt Dortmund. 77 geboren, zeigte Dortmund in meiner Kindheit und frühen Jugend ein ganz anderes Bild als heute. Doch es ist kein Spruch: du kommst von der Stadt nicht los, egal wie weit oder wie lang du weg bist. Noch heute vermisse ich die Stadt, den Spaziergang durch bestimmte Winkel, die ich heute noch besser kenne als den Ort, in dem ich wohne. Ich kann einfach keine echte Beziehung zu einer anderen Stadt aufbauen.

Dortmunder U

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Zuhause

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Eine Woche bin ich wieder zuhause. Herrlich. Las Vegas war wie immer interessant, aber doch mehr Stress. Schön, dass ich meinen Freund und Namensvetter Casi bei mir hatte. Das passt einfach mit uns. Abwechslung brachte die Tour ins Valley of Fire. Witzig: Deutschen Reiseführer gehabt. Richard, 62 Jahre alt. Seit 35 Jahren in Vegas, ursprünglich aus Mühlheim anne Ruhr. Tolle Natur in Vegas (bzw. drum rum), wenn auch recht „geröllig“. Rückreise war mit Verzögerung verbunden, hat ordentlich Delay in Chicago gegeben. Zuhause. Endlich wieder bei Nadine und Max sein. Dinge für mich ändern. Prios setzen. Schauen, auf wen man zählen kann im Leben. Kleine Veränderungen. Stehschreibtisch und neue Verzierungen für eine Wand im Arbeitszimmer. Ansonsten? Alles beim alten. Es sind die kleinen Dinge die man ändert. Was soll ich groß ändern? Ich bin glücklich. Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss. Das muss nicht schlecht sein. Leben.

Charlie Hebdo

Schlimm. Du wachst in Vegas auf und liest, was in Europa, in Paris passiert ist. Leid geschieht leider jeden Tag überall auf der Welt, die Schwere des Leids, die „Betroffenheit“ verhält sich dabei meistens direkt proportional zur Berichterstattung der Medien. 2015 und Menschen bringen sich wegen Pillepalle (Anmerkung: Religion, meine Meinung) um. Ich gönne jedem seine Religion, doch wer solche Taten begeht, der steht ausserhalb der Religion, definitiv. Würde es einen Gott, Allah, wahtever geben, dann bräuchte er nicht solche Arschlöcher, die in seinem Namen diese Taten begehen.

Facetime mit Max

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Frankfurt. Airport Hotel. Doppelzimmer mit Casi. Einen Tag meine beiden Lieben nicht gesehen und schon ist das Vermissen groß. Eben das erst Mal Facetime mit Max. Ich bin dankbar für diese Technologien. Mal eben über große Entfernungen von Angesicht zu Angesicht lachen. Sprechen tut Max mit seinen knapp über 11 Monaten ja nicht. Unkoordiniert „Papa“ und „Mama“ funktioniert aber. Sein Lächeln ist eine Streicheleinheit für die Seele. Und auch wenn ich weiss, dass er sich später an nichts erinnern wird: ich hoffe er spürt, was er mir bedeutet und wie sehr ich ihn an Tagen vermisst habe, an denen ich nicht da sein konnte. Naja, die Woche wird auch umgehen. Gleich einchecken und morgen in den Flieger. Langer Flug ist lang. Naja, Hörspiele sind dabei – aber auch Captain Future und Die dreibeinigen Herrscher. Vielleicht schaue ich da mal wieder rein.